Kultur : Stelen in Sicht: Das Mahnmal entsteht

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Das geplante HolocaustMahnmal in Berlin nimmt konkrete Gestalt an. „Im Sommer kommen die Stelen“, meldete am Freitag die zuständige „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“. Nachdem Bundestagspräsident Wolfgang Thierse Anfang April beim Anrücken der ersten Bagger dabei war, beginnt im Spätsommer die spektakulärste Bauphase des von dem amerikanischen Architekten entworfenen und 27 Millionen Euro teuren Projektes: die Lieferung und Montage der etwa 2700 Betonstelen.

Dafür mussten zunächst viele unterschiedlich hohe Terrassen angelegt werden, auf denen die Fundamente für die Stelen hergestellt werden. Jede Stele hat eine andere Höhe und Neigung. Diese Terrassen geben den unregelmäßigen, aber stufenlosen Verlauf des Stelenfeldes wieder, das der Besucher später erleben kann. Parallel dazu wird in der südöstlichen Ecke die Baugrube für den unterirdischen „Ort der Information“ ausgehoben, für den im September mit dem Rohbau begonnen wird.

Die Montage des Stelenfeldes soll etwa zehn Monate dauern, so dass die letzten Stelen im Sommer 2004 auf der Decke der unterirdischen Informationshalle errichtet werden. Ab Anfang 2005 kann dann die begleitende Ausstellung in der Halle eingerichtet werden. Nach derzeitigem Stand ist mit der Fertigstellung des vom Bundestag beschlossenen Holocaust-Mahnmals im Frühjahr 2005 zu rechnen. Besucher können die Bauarbeiten von einer Aussichtsplattform verfolgen.dpa

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