Kultur : STERNGucker

Claire Smith (36) wartete auf Ben Kingsley

Ich bin ein Fan von Schauspieler Ben Kingsley. Vergangenen Samstagabend war ich schon in der Nähe der Gedächtniskirche, am Kino „Zoo-Palast“. Dort kam Kingsley hin um den Film „Transsiberian“ vorzustellen – er spielt darin mit. Aber viele Deutsche am roten Teppich haben ihn glaube ich gar nicht erkannt, das war lustig. Sie haben einfach fotografiert und erst danach herumgefragt „Wer war denn das?“. Ich habe mich vor allem ein bisschen gewundert: Er ist ja so klein! So klein sieht er in seinen Filmen gar nicht aus.

Ich komme aus England, aus Macclesfield, in der Nähe von Manchester. Gerade bin ich mit einer Gruppe von Oberstufenschülern in Berlin auf Klassenfahrt – wir bleiben fünf Tage lang in der Stadt und schauen uns auch ein bisschen auf der Berlinale um. Die 14 Schüler mit denen ich hier bin lernen Deutsch, informieren sich über deutsche Geschichte und müssten hier eigentlich auch gerade irgendwo herumschwirren. In England unterrichte ich Deutsch und Französisch an einer Gesamtschule.

An Ben Kingsley mag ich besonders, dass er sowohl gute als auch schlechte Menschen überzeugend spielen kann. Das ist großartig. Und er ist Engländer! Mein Lieblingsfilm mit Kingsley ist „Gandhi“. Er spielt diesen tollen Helden wirklich gut. Ich glaube, für die Rolle des Gandhi musste er damals auch ganz schön viel abnehmen. Auch seine Stimme mag ich sehr – sie ist eher tief. Früher war Ben Kingsley oft im britischen Fernsehen, ein ganz normaler britischer Star eben. Jetzt ist er in Amerika. Wenn ich es mir recht überlege, dann hätte ich eigentlich ganz gerne ein Autogramm von ihm. Bei der Gala Cinema for Peace am Gendarmenmarkt war er auch zu Gast und lief über den roten Teppich gehen. Dort habe ich mit meinen Schülern auch vorbeigeschaut. Ob ich ihn selber für ein Autogramm ansprechen würde? Nein, ich glaube da schicke ich lieber einen meiner Schüler vor.

Aufgezeichnet von Katja Reimann

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