• Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung: Grütters plädiert für Neuanfang bei Stiftung Flucht und Vertreibung

Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung : Grütters plädiert für Neuanfang bei Stiftung Flucht und Vertreibung

Wer den Direktorenposten bei der in unruhige Fahrwasser geratenen Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung übernimmt, braucht Mut. Sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist auch Stiftungsrats-Vorsitzende bei der Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ist auch Stiftungsrats-Vorsitzende bei der Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung.Foto: dpa

Nach dem jüngsten Personaldebakel bei der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat sich Stiftungsratschefin Monika Grütters (CDU) für einen Neuanfang ausgesprochen. „Wir sollten die Summe der Erfahrungen jetzt nutzen, um nach vorne zu schauen“, sagte die Kulturstaatsministerin. „Auf Grundlage der bestehenden Konzeption sollte die Stiftung - gerade angesichts der aktuellen Flüchtlingsbilder - ihren europäischen und versöhnenden Ansatz stärker betonen.“

Im Tagesspiegel-Interview hatte Grütters kurz vor Weihnachten die Konzeption der künftigen Dokumentationsstätte im Deutschlandhaus am Askanischen Platz erläutert: "In der Dauerausstellung wird die Vertreibung der Deutschen im Zentrum stehen, bei der sonstigen Arbeit kann und soll sich die Stiftung einem breiteren Fokus widmen."


Laut Grütters werden nun neue Führungsmodelle diskutiert

Nach dem Ausscheiden des umstrittenen Gründungsdirektors Manfred Kittel hatte im November der designierte Nachfolger Winfrid Halder ebenfalls seinen Verzicht erklärt. Eine fünfköpfige Kommission unter Leitung von Grütters soll nun nach einer neuen Lösung suchen. Dabei würden unterschiedliche Führungsmodelle diskutiert, sagte sie. Angesichts der Vorgeschichte sei die Bereitschaft möglicher Kandidaten aber gering. „Außer Führungskompetenz und Sachkenntnis braucht man tatsächlich auch Mut für dieses Amt.“ Auch dazu hatte sie sich gegenüber dem Tagesspiegel geäußert und erklärt, Kandidaten für den Direktorenposten hätten ebenfalls "Sorge und Respekt vor dem Einfluss des Bundes der Vertriebenen und einer per se kritischen Medienbegleitung".
Die seit Jahren immer wieder von Querelen erschütterte Stiftung hat die Aufgabe, im Berliner Deutschlandhaus eine Dokumentationsstätte gegen Vertreibungen zu schaffen. dpa/Tsp


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