STIMMEN ZUM TOD VON ERICH LOEST : STIMMEN ZUM TOD VON ERICH LOEST

In seinem Beileidsschreiben würdigt Bundespräsident Joachim Gauck

Erich Loests „unbeugsame Haltung: nämlich der Wahrheit und der Freiheit verpflichtet zu sein“. Sein Tod erfülle ihn mit großem Schmerz. Kulturstaats-

minister Bernd Neumann nennt Loest einen unbestechlichen und streitbaren Chronisten deutschdeutscher Geschichte; Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich

erinnert an „Mut und Zivilcourage“ des Dichters.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, die Stadt habe es ihrem

berühmten Einwohner „nicht immer leicht gemacht“. Leipzig sei dankbar, dass es Loest nach der friedlichen Revolution 1989 wieder zur Heimatstadt geworden sei.

Für Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, spiegelt sich auch in Loests Tod wider, wie „eigenwillig und unberechenbar“ er war. Der Deutsche Kulturrat erinnert an seine „politische Wachsamkeit und überzeugende Fabulierkunst“; die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur würdigt seinen temperamentvollen, „unschätzbaren Beitrag

zur Aufarbeitung der SED-

Diktatur“. Bis zuletzt habe

Loest geschrieben, so sein

Verleger Gerhard Steidl. „Ein halb fertiges Manuskript liegt bei ihm auf

dem Schreibtisch.“

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