STIMMEN ZUM ERBE DES KONZILS : „Jesus war Zimmermann, nicht Maurer“

„Die Hoffnung, dass es mit der Einheit der Christen viel schneller vorangehen werde, war zweifelsohne überzogen. Das neue Pfingsten ist nicht ein-

getreten. Unerledigt ist zum Beispiel die Kollegialität des Episkopats. Eine ziemlich starke Kurie in Rom hat das Heft wieder

in die Hand genommen.

Da wäre noch manches zu tun – auch bei der Mitverantwortung der Laien in der katholischen Kirche.“

Kurienkardinal

Walter Kasper

„Die Anerkennung der

Religionsfreiheit im Sinne heutiger demokratischer Gemeinwesen war eine

zentrale Botschaft. Es bleiben aber noch einige harte Brocken, vor allem das

Verständnis der Kirche und

ihrer Dienste sowie Ämter.“ Kardinal Karl Lehmann

„Die Wirkungsgeschichte des Konzils ist noch keineswegs abgeschlossen. Die Kirche hat auch heute die zeitgemäße Erneuerung in Jesus Christus nötig.“

Kardinal Reinhard Marx

„Der Islam könnte lernen, dass Reformen in einer

Religion möglich sind und trotzdem die Kontinuität gewahrt wird.“

Hans Küng, Theologe

(Tagesspiegel vom 8.10.)

„Die Kirche hat im Hinblick auf ihre Strukturen sehr viel mehr Freiheit zu Veränderungen, als sie sich zugesteht. Jesus ist Zimmermann gewesen. Er war kein Maurer. Er hat Türen und Fenster gemacht, die man öffnen kann.“ Paulo Süss, Befreiungstheologe

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