Kultur : Streit um Preisverleihung an Peter Singer

Um die gestrige Verleihung eines Ethik-Preises an den umstrittenen australischen Moralphilosophen Peter Singer in Frankfurt am Main hat es im Vorfeld Auseinandersetzungen gegeben. Der Behinderten-Beauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, hatte am Mittwoch die Deutsche Nationalbibliothek aufgefordert, die Veranstaltung der Giordano-Bruno-Stiftung in ihren Räumlichkeiten zu verhindern. Dem „Tötungsphilosophen“, wie Hüppe Singer nennt, dürfe kein Raum überlassen werden. Die Bibliothek wies dies jedoch zurück: Es gebe „weder Anlass noch Handhabe“, den Vertrag mit der Stiftung zu lösen, sagte ein Sprecher der Nationalbibliothek am Freitag. Der Bioethiker Peter Singer war immer wieder von Behindertenverbänden in Deutschland scharf kritisiert worden, weil er in ihren Augen die Euthanasie befürwortet. Der an der US-Universität Princeton lehrende Philosoph sollte in Frankfurt zusammen mit der italienischen Philosophin Paola Cavalieri für ihr engagiertes Eintreten für Tierrechte ausgezeichnet werden. dpa

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