Kultur : Streit um Sammlung Flick geht weiter

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Nach dem Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland (ZdJ), Salomon Korn, fordert nun auch ZdJDirektoriums-Mitglied Michael Fürst, Vorsitzender der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, eine Absage der geplanten Ausstellung der „Flick-Collection“. Die Herausstellung des Familiennamens in der Ex- Reichshauptstadt bedeute „eine unerträgliche Provokation all jener, die Hunger, Demütigungen und Quälereien als Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in den Unternehmen Ihres Großvaters ertragen mussten“, heißt es in einem Brief Fürsts an Flick. Der Direktor des Jüdischen Museums Berlin, Michael Blumenthal, befürwortet hingegegen die Ausstellung. Er sagte dem „Spiegel“, er halte es nicht für verwerflich, dass Friedrich Christian Flick mit seinem Geld eine Kunstsammlung aufgebaut habe und diese nun der Öffentlichkeit zeigen wolle. dpa/ddp

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