Stylistin : Sie darf Tilda auf die Pelle rücken

So nah kommt Tilda Swinton wohl niemand: Amélie Gebhard ist die Make-up-Künstlerin, von der sich die Berlinale-Jury-Vorsitzende schminken lässt. Und das nicht zum ersten Mal.

Sophie Guggenberger

Ihre bestechend grünen Augen verzaubern das Berlinalepublikum, die Filmfans sind verliebt in Tilda Swinton – und eine Berlinerin darf ganz nah ran: Amélie Gebhard. Völlig unerwartet erhielt die Make-up-Künstlerin eine SMS von der Berlinale-Jury-Vorsitzenden.  Die Aufregung war groß – ebenso die Vorfreude auf ein Wiedersehen, denn die Berlinerin kennt Tilda Swinton noch von der vorigen  Berlinale. Schon damals durfte sich die Make-up-Künstlerin um den untypischen Hollywoodstar kümmern. Beruflich trifft Amélie Gebhard zwar immer wieder auf bekannte Gesichter, doch „die Königin der Berlinale“ schminken zu dürfen, das ist schon etwas Besonderes. „Tilda setzt Akzente auf dem roten Teppich“, sagt die Berlinerin, „diese Kombination aus Schönheit, Reinheit und Intelligenz, gepaart mit ihrer Herzlichkeit und Wärme, die sie in die Welt hinausstrahlt, das fasziniert mich."

Amélie Gebhards Schminkliste ist lang: Will Smith, Placido Domingo, Rammstein, Hildegard Knef, 2Raumwohnung, Jude Law bis hin zu Alice Cooper, Kate Winslet, Donald Sutherland und Kate Moss . In Mitte schwingt sie den Puderpinsel in ihrem eigenen kleinen Schminksalon „Goldstaub“. Doch momentan bleibt die Ladentüre meist verschlossen, denn täglich steht ein Berlinale-Chauffeur vor ihrer Tür in der Linienstraße und fährt mit Amélie samt Schminkköfferchen  ins Ritz, wo Tilda Swinton während ihrer Berlinaleamtszeit residiert. Die Filmelfe scheint von Amélie Gebhards künstlerischem Handwerk überzeugt zu sein, denn als die Maskenbildnerin an zwei Tagen mal nicht kommen konnte, wurde sie von  Tilda Swinton freudig mit den Worten empfangen: „Ich habe Dich schon vermisst!“ 


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