Kultur : Suhrkamp: Barlach und Grossner verurteilt

Im Kampf gegen die Übernahme von Schweizer Anteilen an der Frankfurter Suhrkamp-Verlagsgruppe durch neue Aktionäre kann Ulla Unseld-Berkéwicz, die geschäftsführende Verlegerin, einen weiteren Etappensieg verbuchen. Sowohl Claus Grossner, der sich im Mai von seinen Ansprüchen verabschiedet hatte, indem er Andreas Reinhart und seiner Schweizer Medienholding AG Winterthur die vereinbarte Kaufsumme nicht überwies, als auch sein Kompagnon Hans Barlach wurden vom Amtsgericht München nun wegen Verleumdung verurteilt. Beide hatten Unseld-Berkéwicz vorgeworfen, eine „Vermischung von Privatem und Geschäftlichem“ zu betreiben, und rühmten sich, im Besitz „fragwürdiger Rechnungen“ zu sein. Grossner wurde zu einer Zahlung von 150 000 Euro verurteilt, Barlach, der nach Grossners Ausstieg Reinharts Anteile alleine übernehmen wollte, zu 60 000 Euro. Mit dem jetzigen Urteil, glaubt Suhrkamp-Sprecher Thomas Sparr, werde auch der Ausgang des wichtigeren Verfahrens gegen Reinhart präjudiziert: Er soll seine Anteile an der Verlagsgruppe nicht an Barlach veräußern dürfen. dotz

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