Kultur : Symbolischer Startakt am 27. Januar 2000?

Der 27 Januar 2000 als Tag eines symbolischen Startaktes für das Holocaust-Mahnmal ist nach Ansicht Elke Leonhards zu halten. In der Parlamentarischen Gesellschaft bekräftigte die Vorsitzende des SPD-Kulturausschusses anläßlich der Präsentation eines Buches zum Mahnmal-Streit, aus Respekt vor der "Würde des Bundestages" dürfe die Realisierung des Plenumbeschlusses vom Juni nicht zur "unendlichen Geschichte" werden. Die Fraktionsvorsitzenden seien einig, derzeit streite man, wie in der zu gründenden Mahnmalstiftung die Bürgerinitiative um Lea Rosh vertreten sein solle: Hier gebe es staatstragende Tendenzen, "meine Partei ist da häufig noch im 19. Jahrhundert". Die wichtigste Frage, ergänzte Tilmann Fichter (SPD), sei jetzt, ob die Stiftung öffentlich-rechtlich oder nichtselbstständig werde. Schwierigkeiten des Landes Berlin in dieser Sache, so Rita Süssmuth (CDU), seien bekannt, doch der Bundestagsbeschluß sei bindend. Lea Rosh, deren Buch zum Mahnmal ("Die Juden, das sind die andere") im Berliner Philo-Verlag erscheint, betonte, das Stiftungsgesetz könne bis Anfang Dezember "über die Bühne sein", wenn man es wolle. Das geplante Informationszentrum dürfe nicht "durch die Hintertür ein Holocaust-Museum werden".

0 Kommentare

Neuester Kommentar