Kultur : Taxi zum Kino

Berlins Filmkunst-Kämpfer Franz Stadler wird 65

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Eigentlich sollte man ihm ja erst zum 66. gratulieren. Noch ein Jahr, sagt Franz Stadler gerne, sei er so alt, wie sein Kino heißt. Der Programmkinomacher und das Filmkunst 66 in der Bleibtreustraße: Die beiden gehören zusammen wie Pech und Schwefel, von Stadlers beruflichem Kurzausflug nach Sylt vor ein paar Jahren einmal abgesehen. Stadlers Kino – eine Berliner Institution: Filmkunsttheater der ersten Stunde, erfolgreiches OffKudamm-Kino bis heute, sämtlichen Kinosterbewellen zum Trotz. Stadler, der stillvergnügte Einzelkämpfer, ist – unterstützt durch seine Frau Rosemarie – immer gut für Überraschungserfolge: mit Filmen ohne Verleih, Off-Kinohits von „Harold and Maude“ bis „Taxi zum Klo“ und Festivals von „German Open“ bis „Far East“. Angst vor dem DVD-Zeitalter? Stadler nimmt’s als die nächste Herausforderung und tüftelt bereits an neuen Projekten. Die Filmstadt Berlin wäre ärmer ohne ihn. Am heutigen 65. Geburtstag fährt er zu den Hofer Filmtagen: Das deutsche Kinofamilientreffen möge ihn tüchtig feiern. chp

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