Kultur : Teil I: Reise des Bernsteinmosaiks

Das 1997 in Bremen entdeckte Florentiner Mosaik aus dem legendären Bernsteinzimmer will der Bremer Senat an Russland zurückgeben. Im Gegenzug sollen 101 grafische Blätter aus den Beständen der Bremer Kunsthalle aus Moskau zurückkommen. Die Übergabe der Kulturgüter soll schnellstmöglichst erfolgen. Derzeit werden die Übergabemodalitäten mit der Bundesregierung abgestimmt. Das Auftauchen des Bernsteinzimmer-Mosaiks hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein Bremer Rechtsanwalt hatte im Auftrag eines "Unbekannten" das Bild angeboten. Scheinkäufer der Polizei beschlagnahmten das Mosaik schließlich. Seit knapp drei Monaten läuft vor dem Bremer Landgericht der Prozess gegen den Anwalt und eine Kauffrau. Der später als Bremer Rentner ermittelte "Unbekannte" hatte angegeben, das Mosaik von seinem Vater geerbt zu haben. Die während des Zweiten Weltkrieges ausgelagerten grafischen Blätter sollen zum Ende des Krieges von sowjetischen Soldaten ohne offizielle Beschlagnahmung mitgenommen worden sein.

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