Kultur : Teju Cole gewinnt Internationalen Literaturpreis

Der Internationale Literaturpreis/Haus der Kulturen der Welt 2013 geht an den aus Nigeria stammenden Amerikaner Teju Cole für den Roman „Open City“ und dessen deutsche Übersetzerin Christine Richter-Nilsson. Die Auszeichnung ist mit 25 000 Euro für den Autor und 10 000 Euro für die Übersetzerin dotiert und wird ihm Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im HKW am 12. Juni überreicht. Zugleich findet eine „Lange Nacht der Shortlist“ statt, in der die übrigen Nominierten – Valeria Luiselli, Andrej Bitow, Zhakar Prilepin und Jean Rolin – präsentiert werden. Die Jury erklärt, dass Cole mit dem letzten Herbst bei Suhrkamp erschienenen Roman „ein überragendes Erzähldebüt gelungen“ sei. Während sein afrikanischstämmiger Protagonist die Topografie New Yorks durchwandere, „öffnet sich die Stadt als Buch, das wie ein Palimpsest aus vielen Schichten besteht. Aspekte der Gewalt und Multikulturalität sowie Anleihen aus Literatur und Philosophie umkreisen die Frage nach der Möglichkeit friedlichen Zusammenlebens. Coles detailgenaue, rhythmisierte Prosa erzeugt einen Sog, der den Leser mitnimmt und überzeugt“. In der enthusiastischen Besprechung, die der Tagespiegel „Open City“ widmete, hieß es, der Roman sei „ein Plädoyer für die Unendlichkeit kultureller Differenz“. Tsp

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