• Terrorwarnung in Deutschland: Nicht locker lassen: Wie die Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt mit den Warnungen umgehen

Kultur : Terrorwarnung in Deutschland: Nicht locker lassen: Wie die Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt mit den Warnungen umgehen

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Die seit dem 11. September geltende hohe Gefährdungslage wird auch weiterhin Bestand haben", sagte ein Beamter vom Landeskriminalamt Berlin. Der Warnung eines "ausländischen Geheimdienstes", wonach besonders in Deutschland mit terroristischen Anschlägen gerechnet werden müsse, wird in der Hauptstadt mit professioneller Ruhe begegnet.

Während eines Treffens der Staatsschützer aus den Landeskriminalämtern, des Bundeskriminalamtes und des Bundesamtes für Verfassungsschutz am Freitag im hessischen Meckenheim wurde die angeblich drohende Gefahr analysiert: "Die Warnung war nicht konkret, sondern eher auf ähnlichem Niveau wie die von Anfang November, als vor Anschlägen auf Brücken im Westen der USA gewarnt wurde", sagte einer der Teilnehmer. Geschehen war damals nichts. Die Sicherheitsvorkehrungen in Berlin bleiben jetzt auf dem derzeitigen, hohen Niveau. Sie waren nach den amerikanischen Angriffen auf Afghanistan am 7. Oktober verschärft worden.

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Schwerpunkt: Innere Sicherheit Ursprünglich war geplant, nach dem achttägigen jüdischen Chanukka-Fest (Lichterfest) die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt zu lockern. Davon rückten die Sicherheitsbehörden nach der Warnung aus den USA wieder ab. Auf den Flughäfen gilt nach wie vor Sicherheitsstufe 1. Für die Hauptstadtflughäfen sei im Gegensatz zu Frankfurt nie an eine Lockerung der Sicherheitsvorkehrungen gedacht worden, sagte Flughafensprecherin Rosemarie Meichsner gestern. Der Bundesgrenzschutz sichert die Flughäfen mit deutlich mehr Personal, Reisende und deren Gepäck werden weiterhin gründlich durchsucht und Nagelfeilen sowie Nagelscheren im Handgepäck sichergestellt. Das bis zum 11. September erlaubte Schweizer Messer in der Hosentasche ist und bleibt verboten.

Besonders gesichert bleiben amerikanische, britische und israelische Einrichtungen. Die Botschaften der Länder sind hermetisch abgeriegelt und nur für Fußgänger zu erreichen. Gesichert werden die Vertretungen von Polizisten, die mit Maschinenpistolen bewaffnet sind. Die Gebäude selbst dürften erst nach eingehenden Kontrollen betreten werden. Auch die Parteizentralen wie das Willy-Brandt-Haus an der Kreuzberger Wilhelmstraße werden scharf bewacht. Das Café im Innenhof des Auswärtigen Amtes am Werderschen Markt ist zwar geöffnet, allerdings bittet ein Schild um Verständnis für die "verschärften Personenkontrollen".

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