Kultur : Theater des Westens: Elmar Ottenthal weist Vorwürfe zurück

KM

Elmar Ottenthal, Intendant des Theaters des Westens (TdW), weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. In einer am Freitag verbreiteten Erklärung verwahrt sich der scheidende Theaterleiter dagegen, dass der Berliner Senat die Absicht, das TdW an einen privaten Träger abzugeben, damit begründet, Ottenthal habe mangelhafte Arbeit geleistet. Dies ginge auf Kosten von Ottenthals Renommee. Es sei "absurd", sagte er, "dass der in keiner Weise überprüfbare Geschmack des Senats über die Zukunft des TdWs entscheidet." Zugleich wies er die Behauptung von Kultursenatorin Goehler zurück, sein Konzept zur Bewältigung der finanziellen Notlage sei unzureichend gewesen. Tatsächlich habe er den Vorgaben der Kulturverwaltung, sich von privaten Musical-Anbietern durch Uraufführungen abzugrenzen, Rechnung getragen. Doch bei rückläufigen Subventionen sei die Beteiligung privater Entertainment-Anbieter immer dringlicher geworden. So ist Ottenthal zuletzt eine Kooperationsvereinbarung mit der Mannheimer BB Promotion eingegangen. Sie betreibt unter anderem die Kölner "Saturday Night Fever"-Produktion und sollte im Falle eines erneuten Misserfolgs am TdW "rasch Ersatzproduktionen liefern".

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