Kultur : Theater des Westens: Senat prüft Perspektiven

Die Zukunft des Theaters des Westens ist mehr denn je ungewiss. Angesichts von Schulden und geringen Besucherzahlen hat der Berliner Senat am Dienstag Kulturstaatssekretärin Alice Ströver (Grüne) beauftragt, den Zuwendungsbedarf des Theaters zu prüfen, der sich derzeit auf 20 Millionen Mark im Jahr beläuft. Die neue Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters, Kultursenatorin Adrienne Göhler, hatte dem Senat zuvor von aktuellen finanziellen Schwierigkeiten berichtet. Zuvor hatte sie bereits Spielplanänderungen, Gastspiele und Vermietungen durchgesetzt, um die Kosten des Theaters senken. Nach dem Desaster der "Schwejk"-Produktion, bei der Intendant Elmar Ottenthal Regie führte, sollen Prüfungen "bis zu der Frage gehen, wieweit das Theater des Westens eine Sanierungsperspektive hat", sagte am Dienstag der stellvetretende Senatssprecher Albert Eckert. Das könne bedeuten, dass der bis 2003 gültige Zuwendungsvertrag nicht gehalten werden könnte. Seinen Teil der Abmachung trage das Theater ja offensichtlich nicht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben