Kultur : Theaterregisseur Dimiter Gotscheff gestorben

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Der bulgarische Theaterregisseur Dimiter Gotscheff ist tot. Er starb nach einer kurzen schweren Krankheit im Alter von 70 Jahren in Berlin, wie das Deutsche Theater Berlin mitteilte. An diesem Theater war Gotscheff seit 2005 fester Regisseur, und hier läuft seit der Premiere 2006 sein erfolgreichstes, bestes und wuchtigstes Stück „Die Perser von Aischylos“, nach Heiner Müllers Übersetzung. Gotscheff feierte in Berlin zwar mit Tschechow-Inszenierungen große Erfolge, am DT wie an der Volksbühne. Vor allem aber hielt er wie kein zweiter Regisseur die Erinnerung an Heiner Müller wach. Das hatte auch biografische Gründe: Seine Inszenierung von Müllers „Philoktet“ 1983 in Sofia machte den 1943 im bulgarischen Parvomei geborenen Dimiter Gotscheff auf Anhieb berühmt. 1962 kam Gotscheff in die DDR, nach Ostberlin, um Tiermedizin zu studieren, wurde dann aber Mitarbeiter von Benno Besson. Im Zuge der Biermann-Ausbürgerung ging er 1979 zurück nach Bulgarien und kam 1985 in die Bundesrepublik. Nach Stationen u.a. in Basel, Hannover, Bochum und Hamburg war er seit fast einem Jahrzehnt wieder in Berlin tätig – immer in dem Bewusstsein, „seine sozialistischen Gedärme“ überall mit sich herumzuschleppen, wie er einmal sagte. Tsp

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