Kultur : Thierse: SPD muss Staatsminister für Kultur stellen

Der nächste Kulturstaatsminister sollte nach Ansicht von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse wieder von der SPD kommen. Zehn Jahre nach Schaffung des Amtes durch die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder könne die Partei mit Stolz diesen Anspruch erheben, sagte der Sozialdemokrat. Die ersten von der SPD gestellten Kulturstaatsminister hätten einen „kulturellen Aufbruch“ in der Republik ausgelöst. Seit November 2005 ist der Christdemokrat Bernd Neumann in diesem Amt. Thierse möchte außerdem erreichen, dass die bisher noch getrennten Dienststellen des „Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“ in Bonn und Berlin in der Hauptstadt konzentriert werden. „Hier ist das Zentrum der politischen Kommunikation und der kulturellen Aktivitäten“, sagte er. Darüber hinaus regte Thierse gemeinsam mit der SPD-Kulturpolitikerin Monika Griefahn die Bildung eines eigenständigen Bundeskulturministeriums an.

Die SPD feiert am kommenden Montag in Berlin mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und den früheren Kulturstaatsministern Michael Naumann und Julian Nida-Rümelin (beide SPD) sowie Christina Weiss (parteilos) „10 Jahre Kulturstaatsminister in Deutschland“. dpa

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