Kultur : Thor Kunkel wehrt sich gegen „Rufmord“

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Der Autor des kurzfristig vom Rowohlt Verlag gestoppten Romans „Endstufe“, Thor Kunkel, hat in einem Offenen Brief heftige Kritik an einem „Spiegel“Artikel geübt. Der Bericht von Henryk M. Broder in der jüngsten Ausgabe des Magazins liefere „ein völlig verzerrtes Bild“ seiner Person und seiner schriftstellerischen Tätigkeit, heißt es in dem Brief Kunkels. „Die Art und Weise, wie ihr Reporter aus unautorisiertem Material zitiert, es verzerrt, entstellt und mich als verkappten Rechten und Revisionisten darstellt, ist Rufmord in Reinkultur.“ Unter der Überschrift „Steckrüben der Stalinisten“ beruft sich Broder auf Passagen des von Rowohlt gekippten Kunkel-Manuskripts, das nun bei Eichborn Berlin erscheinen soll (vgl. Tagesspiegel vom 9. Februar).

„Ich verurteile die Gräuel des Nazi-Regimes, so wie jeder halbwegs vernunftbegabte Mitmensch“, schreibt Kunkel in seinem Brief. „Ich leugne weder Auschwitz, noch pflege ich irgendeine Art des Revanchismus.“ Sein Roman wolle „endlich die subtilere Form des Bösen hinter dem braunen Kolorit sichtbar machen“, weshalb er „neben den zeitgeistlichen Strömungen auch die „geistige Wirklichkeit“ von Techno-Hedonisten im Dritten Reich beschreibe. dpa

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