Kultur : TIER-MELODRAM

Der Fuchs und das Mädchen

Christiane Peitz

Allein die Geräusche. Er keckert, gurrt und schnattert, ein Pelztier, das klingt wie ein Vogel. Wenn der Fuchs auf Beute lauert, springt er mit den Hinterbeinen hoch oder simultan mit allen Vieren: eine Kippschaukelmotorik, die einen das Lachen lehrt. Tiere, schaut man sie nah genug an, sind befremdliche Wesen, auch wenn es sich nicht um Antarktiker handelt wie in Luc Jacquets Welterfolg „Die Reise der Pinguine“, sondern um Viecher aus hiesigen Breitengraden, aus den Wäldern Ostfrankreichs sowie den Abruzzen. Dummerweise fügt Jacquet seinem wundersamen Naturtheater eine rührselige Story hinzu: die Freundschaft des Tiers mit der 10-jährigen Lila. Dem Beobachter enthüllt die Natur ihre Geheimnisse, der Sentimentaliker verrät sie wieder. Besser wäre: der Fuchs ohne das Mädchen. Wundersamer Naturfilm.Christiane Peitz

„Der Fuchs und das Mädchen“, F 2007, 92 Min., R: Luc Jacquet,

D: Bertille Noël-Bruno, Erzählerstimme: Esther Schweins

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