Trauerfeier : Abschied von Joachim C. Fest

Mit einer Trauerfeier in der Paulskirche hat die Stadt Frankfurt den verstorbenen Historiker und Publizisten Joachim C. Fest gewürdigt.

Frankfurt/Main - Der Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), Frank Schirrmacher, bezeichnete in seiner Rede Fest als einen "von außen unangreifbaren Künstler", der aus dem Feuilleton der "FAZ" das gemacht habe, "was es noch heute ist".

Der Schriftsteller Martin Walser erinnerte an Fest als einen Literaten, der die Geschichte der NS-Zeit beschrieben habe, dass sie als Art "sachlichen Grauens" erlebbar wurde. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) nannte den verstorbenen Historiker einen "großen Bürger der Stadt". Fest sei ein "preußischer Frankfurter" gewesen, der die Weltoffenheit der Stadt verkörpert habe. Als ehemaliger Kollege sagte der langjährige "FAZ"-Feuilletonist Eduard Beaucamp, Fest habe "patroniert" jede Debatte gefördert und "trotzig die guten Geister der Kultur" verteidigt.

"Atem und Urteil"

Der Historiker Hagen Schulze bedankte sich bei Fest, weil er der Geschichtsschreibung "ihr Publikum" wiedergegeben habe. Kein anderer Zeitgenosse habe Fests "Atem und Urteil" besessen.

Der Historiker, Publizist und frühere "FAZ"-Mitherausgeber Joachim Fest war am 11. September im Alter von 79 Jahren gestorben. Zu seinen bekanntesten Büchern zählt die Biografie "Adolf Hitler". Posthum erscheinen jetzt Fests eigene Lebenserinnerungen unter dem Titel "Ich nicht". (tso/ddp)

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