Kultur : Trauern und Tanzen

Mann in Schwarz. Johnny Cash 1971 in Kopenhagen. Foto: picture-alliance/dpa
Mann in Schwarz. Johnny Cash 1971 in Kopenhagen. Foto: picture-alliance/dpaFoto: picture-alliance/ dpa

Johnny Cash hat seine ganze Karriere hindurch Trauer getragen. Wo immer der Country-Sänger auch auf die Bühne trat, stets war seine Oberbekleidung dabei monochrom: schwarz. Warum, das hat er in seiner Bekenntnis-Hymne „Man in Black“ erklärt: „I wear the black for the poor and the beaten down, / Livin’ in the hopeless, hungry side of town, / I wear the black for those who never read, / Or listened to the words that Jesus said.“ Gerne würde er regenbogenbunte Hemden anziehen, aber solange es noch Unrecht, Hunger und Unterdrückung auf dieser Welt gebe – so schwor er – werde es dazu nicht kommen. Es gibt noch einen anderen Grund, zur Berlin Music Week Trauerbekleidung anzuziehen. Es ist genau acht Jahre her, dass der große Songwriter uns am 12. September 2003 verlassen hat. Aus diesem Anlass veranstaltet der Roadrunner’s Club am Samstag, 10. September, unter dem Motto „When the Man Comes Around“ eine Johnny-Cash-Memorial-Nacht. Die Men In Black, ein Stetson-Hüte tragendes Country-Quartett aus Berlin, spielen Klassiker, die der „Man in Black“ in seinen Anfangszeiten beim Sun-Label in Memphis aufgenommen hatte. Und der Hauptact Union Avenue, eine schottische Rockabilly-Formation mit stilsicher pomadisierten Haaren, stellt sein Album „Sing Quentin“ vor. Dabei geht es nicht um das gleichnamige Gefängnis, in dem Cash einst auftrat, sondern um die Soundtracks von Quentin Tarantinos Filmen und Country-Versionen von Stücken wie „Bang Bang“ oder „These Boots Are Made for Walking“. Getanzt werden darf auch, nicht nur im Line Dance (21 Uhr, Saarbrücker Str. 24, Mitte).

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben