Kultur : Traumzauberer

Der Sänger und Musiker Reinhard Lakomy ist tot.

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Er war Sänger, Komponist und Pianist. Mit seinen Liedern waren in der DDR Generationen von Kindern aufgewachsen. Nun ist Reinhard Lakomy am Samstag im Alter von 67 Jahren dem Lungenkrebs erlegen. Lakomy hatte eine Chemotherapie und lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt, wie seine Frau, die Sängerin Monika Erhardt-Lakomy, noch vor rund zwei Wochen erklärte. Ihr Mann habe sich aber noch darangemacht, die Arrangements für seine Show umzuschreiben, damit auf der Bühne alles nahtlos ohne ihn weitergehen könne. Die „Traumzauberbaum“-Tournee des Reinhard-Lakomy-Ensembles, die bis November 2014 rund 60 Auftritte vorsieht, soll weiterlaufen.

Lakomy war in der DDR ein Star. Generationen wuchsen mit seinen Rockballaden und Kinderliedern auf. Der gebürtige Magdeburger komponierte auch Musicals, Ballett- und Filmmusik. Als Jazzer gehörte Lakomy zu den Mitbegründern des Günther-Fischer-Quartetts. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit „Heute bin ich allein“. Lakomy brachte laut Management zusammen mit seiner Frau 14 CDs heraus. Er komponierte, sie schrieb die Texte. Seinem Manager Tom Wielgohs zufolge schuf Lakomy über 200 Film- und Ballettmusiken. Zwei Schulen tragen den Namen des Komponisten, auch Kitas und Grundschulen sind nach dem Künstlerpaar benannt. Tsp

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