Kultur : TRICKFILM

Die Chroniken von Erdsee

Sebastian Handke

In der hohen Kunst des Animationsfilmes ist das japanische Ghibli-Studio führend: Vor allem die Werke des alten Meisterregisseurs Hayao Miyazaki („Das wandelnde Schloss“) sind bezaubernd und anspruchsvoll zugleich. Miyazakis Sohn Goro arbeitet schon länger für Ghibli – und will nun seinem Vaters folgen. Sein erster eigener Film trägt unübersehbar die Ghibli-Handschrift: Die Animationen sind voller Schönheit und Detailliebe. Die Geschichte allerdings ist nur mäßig packend. In Erdsee droht eine unbekannte Macht das Gleichgewicht der Welt zu stören, Zauberer Ged und Prinz Arren machen sich auf die Suche nach der Ursache. Drachen, Schwerter, Hexen und Zaubertränke – die Zutaten dieses etwas holprig erzählten Animes wirken wie von der Stange. Fazit: Nicht so brillant wie vom Vater, aber doch sehenswert. Schön, aber etwas hölzern. Sebastian Handke

„Die Chroniken von Erdsee“, Japan 2006, 115 Min., R: Goro

Miyazaki

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