Kultur : Überstunden

Streit auf dem Familiensofa: „Mama, ich lieb dich“.

Lara Waack[elf Jahre]

Ich fand den lettischen Film „Mama, ich lieb dich“ sehr schön. Es spielen zwei Jungs die Hauptrollen, aber das macht ihn nicht zu einem Jungsfilm. Ich als Mädchen fand ihn jedenfalls auch sehr spannend.

Die Hauptfigur ist Raimonds. Er hat Probleme, zuzugeben, dass er unerlaubte Sachen macht, wie Geld klauen, in eine fremde Wohnung gehen und einen Schuleintrag aus seinem Heft reißen, den er von seiner Mutter unterschreiben lassen sollte. Er hat Angst, seiner Mutter die Sachen zu erzählen, weil sie leicht ausflippt und ihn sogar manchmal schlägt. Seine Mutter hat wenig Zeit für ihn und macht Überstunden, um sich die Wohnung leisten zu können. Abends ist er oft alleine, weil seine Mutter angeblich arbeiten geht. In Wahrheit trifft sie sich aber auch hin und wieder mit ihrem Freund, sagt es ihm aber nicht.

Ich würde sagen, der Film handelt von Vertrauen und Angst, denn der Junge hat Angst, seiner Mutter zu sagen, was er angestellt hat. Aber er sagt es ihr zum Schluss doch und vertraut sich ihr an. Es gibt ein offenes Ende, wo die Mutter und der Sohn auf dem Sofa sitzen und sich an der Hand nehmen. Das, fand ich, war die schönste Szene.Lara Waack, elf Jahre

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