Kultur : Umbau gestoppt: Für C O Berlin bleibt alles offen

Die Zukunft des Berliner Postfuhramtes und seines Hauptmieters, des renommierten Foto-Ausstellungsforums C/O Berlin, bleibt weiter ungewiss. Nachdem das Postfuhramt letztes Jahr an die israelische Investorengruppe Elad verkauft und C/O Berlin gekündigt worden war, steht nur fest, dass die Ausstellungsmacher bis Ende dieses Jahres in ihrem Domizil bleiben können. Inzwischen meldete der Landesdenkmalrat außerdem Widerspruch gegen die Elad-Pläne an, im Innenhof der Immobilie unter anderem ein 14-stöckiges Hotel zu bauen und das denkmalgeschützte Postfuhramt für kommerzielle Nutzungen zu entkernen. Fast gleichzeitig hat der Bezirk Mitte alle Umbau-Vorhaben gestoppt. Der bisherige Bauvorbescheid ist nicht verlängert worden.

Der Bezirk hat nun einen neuen Bebauungsplan für das Postfuhramt initiiert: ein Verfahren, das viele Monate dauern kann. Die geplante Verdichtung des Areals scheint damit hinfällig zu sein. Ein neuer Aspekt ergibt sich womöglich auch durch eine Forderung des Bezirks an den früheren Eigentümer, der eine Million Euro Wertsteigerungsabgabe auf Grund der Sanierung der Spandauer Vorstadt zahlen soll. Dessen Betreibergesellschaft ging Ende 2010 in Insolvenz, jetzt soll der Insolvenzverwalter prüfen, ob der Verkauf an die Elad Gruppe zuvor überhaupt rechtmäßig war. Für C/O Berlin hat sich die Unsicherheit damit eher erhöht. P.v.B.

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