Kultur : Unesco erkennt 27 Stätten neu als Welterbe an

Von Schmetterlingen in Mexiko bis zu den Berliner Wohnsiedlungen der Moderne – die Unesco hat bei ihrer Tagung im kanadischen Québec insgesamt 27 Kultur- und Naturstätten neu als Welterbe anerkannt. Damit gibt es jetzt 878 Stätten auf der Schutzliste, 33 davon in Deutschland. Zum Abschluss der Neuaufnahmen verlieh die UN-Kulturorganisation zwei Denkmälern der Bahai-Religion in Israel das begehrte Gütesiegel, im südpazifischen Inselstaat Vanuatu kam das Kulturprojekt Roi Mata auf die Liste. Von den 27 neu aufgenommenen Stätten zählen 19 zum Kulturerbe, acht zum Naturerbe. Vier Länder sind jetzt erstmals vertreten: Papua-Neuginea mit der 10 000 Jahre alten Agrarlandschaft Kuk, Saudi-Arabien mit der nabatäischen Felsenstadt Hegra, Vanuatu mit der Grabstätte des legendären Häuptlings Roi Mata und der in der Nähe von Rimini liegende Zwergstaat San Marino mit seiner intakten historischen Stadtanlage.

Die Vertragsstaaten der Welterbe-Konvention verpflichten sich, ihre Gedenkstätten zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten. Rechtlich bindend sind die Vorgaben nicht. Eine Streichung von der Liste, wie sie jetzt wegen der umstrittenen Waldschlösschen-Brücke dem Dresdner Elbtal angedroht wurde, ist aber ein erheblicher Imageverlust. Insgesamt hatten sich bei der diesjährigen Tagung mehr als 40 Projekte neu um das Gütesiegel beworben. dpa

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