Kultur : Universal: Zieht der Musikkonzern nach Berlin?

Die in Hamburg ansässige Universal erwägt einen Wechsel nach Berlin. Der amerikanische Konzern, dem Universal Records, Mercury, Motor und Polydor gehören, steht in Verhandlungen mit dem Senat. Es bestünde "eine 50 / 50-Option für einen Umzug", hieß es aus der Hamburger Chefetage, die seit Anfang des Jahres von Tim Renner geleitet wird. Die Entscheidung soll Ende März fallen. Über die Gründe für einen Standortwechsel schweigen sich alle Beteiligten bislang aus. "Berlin kann subventionieren, Hamburg kann es nicht", ließ ein Eingeweihter durchblicken. Über den Umfang solcher Investitionshilfen macht die Senatsverwaltung für Wirtschaft keine Angaben. Behördensprecher Michael Wehran führte das wachsende Interesse führender Musikmanager an Berlin auf die Sogwirkung der Kulturszene zurück. Universal zählt mit einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Mark neben BMG, EMI, Sony und Warner zu den "fünf Großen" des Musikgeschäfts. Mit der Ansiedlung von 600 Universal-Mitarbeiter würde in Zukunft neben Sony ein weiterer "Major" von Berlin aus operieren.

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