UNTERRICHTMalschule Wladimir Prib : Barfuß durch die Farbenwelt

Julia Suris

„Das macht Spaß!“, quiekt ein Mädchen, das konzentriert sich selbst zeichnet. Mund, Nase, Ohren. Die Aufgabe lässt der Gruppe viel Freiraum – die etwa siebenjährigen Schülerinnen (diese Gruppe besteht ausschließlich aus Mädchen, was allerdings keine Absicht ist) sollen alles zeichnen, was sie über sich und ihre Familie wissen. Vorher saßen sie an Bildern, die besonders originelle Stammbäume zeigten. Von Schlangen, die sich aus Wolken schlängeln und in Äpfel übergehen, bis hin zu Bäumen, auf deren Zweigen Figuren stehen, die an Mangas erinnern, war alles dabei. Jetzt sollen die Mädchen eine Mappe mit Informationen über Großeltern und Eltern füllen, über ferne Verwandte und über sich selbst.

In der Malschule von Wladimir Prib ist Farbe überall – auf Bildern, Paletten, Stühlen, Fingern. Der Raum, in dem alle barfuß hin und her laufen, ist offen und gemütlich. Die Regale, voll mit Kunstbüchern und Lexika, vermitteln Wohnzimmeratmosphäre. Die Tür steht sperrangelweit offen. Manchmal kommen Eltern vorbei und Neugierige, die mit dem Schuleiter Wladimir Prib sprechen wollen. Die Mädchen sitzen mal an Tischen, mal an Staffeleien. Nach mehreren Jahren Unterricht bekommt jeder eine eigene kleine Ausstellung. In der Malschule von Wladimir Prib gibt es neben Malunterricht auch Kinderkurse, bei denen man von vier Stunden im Monat nur eine zeichnet und in der restlichen Zeit tanzt. Julia Suris

Malschule Wladimir Prib,

Göhrener Str. 14 a, Prenzlauer Berg, Kurfürstenstr. 123-124, Schöneberg,

Infos: www.wladimirprib.de oder

Tel.: 44 12 860. Julia Suris ist 14 Jahre alt und lebt in Charlottenburg.

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