Urheberrechte : Gema diskutiert über neues Gesetz

Die Gema berät auf ihrer Jahreshauptversammlung am Dienstag und Mittwoch über die geplante Urheberrechtsnovelle.

Berlin - In einer Resolution wollen die Mitglieder nach Angaben vom Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Bundesregierung, den Bundestag und den Bundesrat auffordern, durch gesetzliche Regelungen schöpferische Menschen "als Garanten der kulturellen Vielfalt in Deutschland zu schützen und nicht ihre Existenzgrundlage zu gefährden". Die Interessen der Industrie dürften nicht höher bewertet werden als der Vergütungsanspruch der Urheber.

Die Gema befürchtet durch die Urheberrechtsreform Rückgänge in Millionenhöhe und damit massive Einkommenseinbußen der Musikautoren. Darüber hinaus kritisiert die Gesellschaft, das boomende Geschäft mit Musik im Internet werde an den Autoren vorbei gemacht. Zu der Mitgliederversammlung werden mehrere hundert Vertreter der Berufsgruppen Komponisten, Textdichter und Musikverleger erwartet.

Die Gema ist die deutsche Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Als Treuhänderin verwaltet sie die Nutzungsrechte der Musikschaffenden. Gewinne macht die Gema nicht: Alle Einnahmen schüttet sie nach Abzug der Verwaltungskosten an die in- und ausländischen Urheber aus, deren Werke aufgeführt wurden. (tso/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben