Urteil : Kannibalenfilm "Rohtenburg" bleibt verboten

Der Film "Rohtenburg" verletzt auch nach Auffassung des Oberlandesgerichts Frankfurt die Persönlichtkeitsrechte des als "Kannibale von Rotenburg" bekannt gewordenen Armin Meiwes. Die Richter bestätigten damit eine Eilentscheidung aus dem Jahr 2006.

Frankfurt/Main Der Kannibalenfilm "Rohtenburg" bleibt in Deutschland verboten. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch eine Entscheidung des Landgerichts Kassel bestätigt, wonach der Film die Persönlichkeitsrechte des "Kannibalen von Rotenburg", Armin Meiwes, verletzt. Der Mann aus dem osthessischen Rotenburg hatte einen 43-Jährigen mit dessen Einverständnis entmannt, ihn dann getötet und Teile gegessen.

Das Oberlandesgericht urteilte, der Kläger Meiwes müsse nicht dulden, zum Gegenstand eines Horrorfilms gemacht zu werden, auch wenn er wegen der in dem Film aufgegriffenen Handlungen wegen Mordes verurteilt sei. Die grundgesetzlich geschützte Kunstfreiheit müsse hinter den Persönlichkeitsschutz des Klägers zurücktreten. Das Oberlandesgericht bestätigte damit seine eigene Eilentscheidung aus dem Jahr 2006. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen wurde. (küs/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar