Kultur : US-Regisseur John Hughes gestorben

Wie kein anderer Filmemacher der 80er und 90er Jahren kannte John Hughes sich mit den Ängsten, Liebesproblemen und rebellischen Träumen von Teenagern aus. Sein Regiedebüt gab er 1984 mit der Highschool-Komödie „Das darf man nur als Erwachsener“, für die er Molly Ringwald und John Cusack vor die Kamera holte. Im gleichen Jahr besetzte er für „Breakfast Club – Der Frühstücksclub“ erneut Molly Ringwald mit Judd Nelson, Anthony Michael Hall, Emilio Estevez und Ally Sheedy als rebellische Schüler.

Damit war der Begriff „Brat Pack“ geboren, Ensemble-Komödien mit jungen Stars wie Ringwald und Nelson, zu denen später auch noch Rob Lowe, Demi Moore, Charlie Sheen, Kiefer Sutherland und Matthew Broderick hinzustießen.

Als Autor und Produzent feierte Hughes in den 90ern seine größten Erfolge. Nach „Pretty in Pink“ (1987) erfand er 1990 den kleinen Jungen Kevin, der im Trubel einer Urlaubsreise von seiner Familie zu Hause vergessen wird. „Kevin allein zu Haus“ mit Culkin als Kinderstar war der Start für eine der lukrativsten Komödienserien Hollywoods. Es folgten „Kevin – Allein in New York“ (1992) und fünf Jahre später „Wieder allein zu Haus“. Dazwischen brachte Hughes „Dennis“, „Juniors freier Tag“, „101 Dalmatiner“ und „Flubber“ auf die Leinwand. Regie führte er zuletzt 1991 bei der Familienkomödie „Curly Sue – Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel“ mit James Belushi und Kelly Lynch. 2002 schrieb er noch das Drehbuch für „Manhattan Love Story“, mit Jennifer Lopez als Zimmermädchen, die einem Politiker (Ralph Fiennes) den Kopf verdreht.

Von Hollywood hatte er sich längst zurückgezogen. Nun ist John Hughes am Donnerstag im Alter von 59 Jahren an einem Herzinfakt gestorben. Er sei bei einem Spaziergang in New York, wo er Verwandte besucht hatte, tot zusammengebrochen, bestätigt seine Agentin. Tsp

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