US-Schauspieler und Dramatiker : Sam Shepard ist tot

Der US-amerikanische Schauspieler und Dramatiker Sam Shepard ist mit 73 Jahren gestorben.

Der amerikanische Dramatiker und Schauspieler Sam Shepard (1943-2017).
Der amerikanische Dramatiker und Schauspieler Sam Shepard (1943-2017).Foto: AFP

Der mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnete US-Dramatiker und Schauspieler Sam Shepard ist Medienberichten zufolge tot. Er starb im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Erkrankung des Nervensystems in Kentucky, wie die „New York Times“ unter Berufung auf einen Sprecher der Familie berichtet.

Samuel Shepard Rogers kam 1942 als Sohn eines Lehrerpaars in Fort Sheridan, Illinois zur Welt. Ursprünglich wollte er Tierarzt werden, doch als 1962 eine Theatergruppe in seiner Collegestadt Halt machte, war er so fasziniert, dass er sich ihr anschloss. Fast zwei Jahre war er mit den Bishop's Company Repertory Players unterwegs. Schließlich zog er nach New York, wo er begann Stücke zu schreiben.

Schwarzer Humor und surrealistische Elemente

Anfang der Siebziger ging Shepard nach London, wo er mit vielen Musikern befreundet war. Er selbst spielte Schlagzeug und arbeitete nach seiner Rückkehr in die USA unter anderem mit Bob Dylan und seiner zeitweiligen Geliebten Patti Smith.

Im Jahr 1979 gewann er den Pulitzer-Preis für sein Theaterstück „Buried Child“ („Vergrabenes Kind“). Shepards Theaterstücke waren für ihre düstere Stimmung bekannt, in der er surrealistische Elemente mit schwarzem Humor verknüpfte und Figuren am Rande der amerikanischen Gesellschaft beschrieb.

Shepard spielte jedoch auch weiter in Filmen wie „Magnolien aus Stahl“, „Homo Faber“, „Black Hawk Down“ und „Wie ein einziger Tag“ mit. Für seine Rolle in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ wurde er 1983 für einen Oscar nominiert.

Zusammenarbeit mit Wim Wenders

Für das Drehbuch des Wim-Wenders-Films „Paris, Texas“ bekam er sich 1984 die Goldene Palme in Cannes. Mit Wim Wenders arbeitete Shepard 2005 noch einmal zusammen: In "Don't Come Knocking" verkörpterte er einen alternden Western-Star, der mitten in den Dreharbeiten vom Set verschwindet. Die weibliche Hauptrolle spielte Jessica Lange, mit der Shepard über 20 Jahre lang liiert war.

Zuletzt war Shepard in der Netflix-Serie „Bloodline“ zu sehen. Er spielte den Patriarchen einer Familie, die ein Hotel in Florida betreibt. (Tsp/dpa)



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