Kultur : Usbekischer Theaterregisseur Weil erstochen

In der zentralasiatischen Republik Usbekistan ist der Theaterregisseur und Regimekritiker Mark Weil von zwei Unbekannten getötet worden. Sie erstachen den international angesehenen Künstler vor dessen Wohnung. Der Intendant mit jüdischen Wurzeln hatte 1976 in der Hauptstadt Taschkent das „Ilchom“ als erstes freies Theater in der damaligen Sowjetunion gegründet. Weils Ensemble trat unter anderem bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen, bei den Theaterforen in Hannover sowie in Japan, Russland und den USA auf. In seinen provokanten Stücken thematisierte er auch den Umgang mit Homosexualität in der islamischen Welt. Freunde Weils vermuteten einen Auftragsmord aus politischen Gründen. Weils Ensemble war in Deutschland zuletzt im Juni mit dem Stück „Weißer, weißer, schwarzer Storch“ in Hannover zu Gast. dpa

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