Kultur : USM zeigt in Berlin, wie Büromöbel den Wohnbereich erobern

R.B.

Der Schweizer Ingenieur Paul Schärer hätte es sich nicht träumen lassen, dass der Neubau einer Fabrikhalle für die Produktion von Beschlägen einmal dazu führen würde, dass er ein seit Jahrzehnten überaus erfolgreiches Systemmöbel-Programm auf hohem Niveau herstellen und vertreiben würde. Aus der Idee des modularen Stahlneubaus Anfang der 60er Jahre und der Notwendigkeit, die passenden Möbel für das neue Haus zu finden, entschloss sich der Architekt Fritz Haller, aus dem Makroprinzip des Hauses der Firma USM das Mikroprinzip des Systemmöbels zu entwerfen - mit Erfolg.

Aus einer Kugel mit Gewinde, verchromten Stahlrohren zur Verbindung und Verkleidungselementen in zehn Farben aus Glas, pulverbeschichtetem Stahlblech und perforiertem Metall entstand seit 1965 ein Möbelsystem, das im Wesentlichen bis heute unverändert ist. Wenn USM nun in Berlin in der Französischen Straße 48 einen eigenen Showroom "by USM" eröffnet hat, dann nicht nur, um den Geschäftspartnern Planung, Beratung und Verkauf anzubieten, sondern um auch die gehobene Laufkundschaft der Berliner Mitte zu erreichen. Die zeitlose Eleganz der USM-Systemmöbel passt genau zu dem Bild der sich wandelnden Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Wer zu Hause arbeitet oder Spaß an klaren Formen und hoher Qualität hat, entdeckt zunehmend das System auch für den Wohnbereich. Besonders die Glasausführung ist hierfür geeignet. "by USM" ist kein Möbelgeschäft im klassischen Sinn, die Präsentation ist auf das Wesentliche reduziert. Die wirkliche Komposition der Möbel erfolgt nach dem Lego-Prinzip virtuell - am Computer, mit einem entsprechenden CAD-Programm. Denn USM Haller-Möbel bestehen eben nur aus Kugel, Rohr und Verkleidungselement. Das gewünschte Möbel entsteht im Kopf des Kunden.

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