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Kultur : Vater Morgana

Der Gauner als Kontrollfreak: Nicolas Cage in „Tricks“

Martin Schwickert

Auch ein Regieberserker wie Ridley Scott muss gelegentlich einmal abspecken, um dem stilistischen Herzinfarkt vorzubeugen. Nach dem Sandalendrama „Gladiator“, dem Hirnfresserepos „Hannibal“ und dem Schlachtengemälde „Black Hawk Down“ wirkt Scotts neuestes Werk fast schon wie eine buddhistische Enthaltsamkeitsübung: eine Hand voll Figuren, ein knappes Dutzend Drehorte, ein paar Tropfen Kunstblut und keinerlei sichtbare Körperverstümmelungen. In der Gaunerkomödie „Tricks“ geben Nicolas Cage und Sam Rockwell ein Betrügerpaar, das sich in den Suburbs Südkaliforniens mit dem Verkauf von überteuerten Wasserfiltersystemen durchschlägt.

Roy (Cage) blüht auf, wenn er seine Kundschaft übers Ohr haut, versinkt jedoch als Privatmann in einem Meer von Neurosen. Der Aufenthalt außerhalb geschlossener Räume verursacht Panikattacken bei ihm. Jede Tür muss dreimal geöffnet und geschlossen werden. Gegen Krümel und Unebenheiten auf dem Teppichflor zieht der zwanghafte Saubermann mit Staubsaugerattacken ins Feld. Cage spielt dieses Nervenwrack, das nur von Dosenthunfisch, Zigaretten und Psychopharmaka zusammengehalten wird, mit gewohnt wässrigem „Leaving-Las-Vegas“-Dackelblick. Gerade rechtzeitig, bevor die Vorstellung über den Rand des overactings zu kippen droht, wird er mit einer 14-jährigen Tochter (Alison Lohman) konfrontiert, deren Existenz Roy bisher nur vage erahnt hatte. Nun, man kann sich vorstellen, was eine Teenagergöre im Leben eines Kontrollfreaks anrichten kann. Man kann sich auch ausrechnen, welches Wechselspiel sich aus spät aufblühenden Vaterfreuden und Roys kriminellem Berufsstand ergibt. Dass „Tricks“ dennoch für Überraschungen sorgt, liegt zum einen an den berufserfahrenen Plotingenieuren Nicolas und Ted Griffin („Ocean Eleven“), zum anderen an Scotts angenehm unterkühltem Regiestil.

Vielleicht ist Sir Ridley trotz all der Jahre in Hollywood doch zu sehr Brite geblieben, um dem Sog des Sentiments nachzugeben. Mit einer ordentlichen Prise Zynismus schmeckt er die schnulzengefährdete Vater-Tochter- Geschichte ab und sorgt dafür, dass die widerstrebenden Kräfte bis zum Schluss miteinander im Konflikt bleiben. Unterlegt wird das Ganze mit ein paar stilvoll abgewetzten Sinatra-Songs und perfekt arrangierten Bildkompositionen, die zeigen, dass ein guter Handwerker nicht immer nach dem Meisterwerk streben muss, um sein Können zu beweisen.

In 16 Berliner Kinos, OV im CinemaxX Potsdamer Platz und im CineStar Sony Center

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