Venezianische Nacht : Spiele der Paare

In der "Venezianischen Nacht" stellen Musiker der "Kleinen Cammer-Music" Werke deutscher und venezianischer Komponisten gegenüber.

Antje Horn-Conrad

Es ist einer der italienischsten Orte der Stadt, das Ensemble der Friedenskirche am Eingang zum Park von Sanssouci. Friedrich Wilhelm IV., der „Romantiker auf dem Thron“, schuf die ersten Skizzen, nach denen Ludwig Persius schließlich die dreischiffige Basilika mit dem seitlich stehenden Glockenturm und dem vorgelagerten Atrium entworfen hatte. Der 1848 geweihte Kirchenbau ist nicht nur inspiriert von italienischen Vorbildern, sondern beherbergt auch ein Original aus dem 13. Jahrhundert: das golden schimmernde Apsismosaik. Es stammt aus einer zum Abriss bestimmten Kirche auf Murano. Der König selbst hatte es in Venedig erworben.

Kein Ort in Potsdam wäre geeigneter für die „Venezianische Nacht“ mit Konzerten, Komödien und Kulinarischem. Die Musiker der „Kleinen Cammer-Music“, ausgewiesene Kenner der historischen Aufführungspraxis, stellen Werke deutscher und venezianischer Komponisten gegenüber. In den ersten beiden „Gioci delle coppie“, den „Spielen der Paare“, wetteifern Johann Rosenmüller und Giovanni Legrenzi sowie Heinrich Schütz und Salomone Rossi um die Gunst der Zuhörer. Im dritten „Gioco“ sind es Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Hier sind als Gesangssolistinnen Sophie Klussmann und Kristiina Mäkimattila zu erleben. Für komödiantische „Intermezzi“ im Stil der Commedia dell’arte sorgen Schauspieler des Poetenpacks in historischen Kostümen und venezianischen Masken. Neben kulinarischen Kostproben gibt es in dieser Nacht auch literarische Leckerbissen aus Italien, angerichtet von Vorleser Klaus Büstrin. Antje Horn-Conrad

Friedenskirche, Sa 14.7.,

19.30 bis 1 Uhr, 15/12 €

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