Kultur : "Venus & Mars": Liebevoll

Frank Noack

Daniela Lunkewitz ist nicht so bekannt wie Katja Riemann, obwohl sie in Beziehungskomödien wie "Abgeschminkt!" und "Affären" mitgewirkt hat. Und davon profitiert ihr Film, für den sie als Hauptdarstellerin und ausführende Produzentin verantwortlich zeichnet. Ihr Gesicht wirkt auf der Leinwand, anders als das so manch anderen deutschen Schauspielers, richtig frisch.

"Venus & Mars" porträtiert eine kaum beachtete Minderheit: Amerikaner, die in einer deutschen Kleinstadt nach dem Abzug der Alliierten hier geblieben sind. Die Beerdigung eines Frauenfußball-Trainers führt vier seiner besten Spielerinnen zusammen. Während die stille Kay (Daniela Lunkewitz) als Kellnerin arbeitet, genießt Celeste (Fay Masterson aus "Eyes Wide Shut") ihren Part als rothaariges Biest. Die Frauen, gelangweilte Gattinnen oder Singles, begutachten jeden Mann, der ihren Weg kreuzt.

Ein bisschen scheint diese romantische Komödie im Niemandsland zu spielen - ein Eindruck, den die Synchronisation verstärkt. Aber das stört in dem Genre kaum. Regie-Veteran Harry Mastrogeorge ("The Mary Tyler Moore Show") hat die Geschichte inszeniert: liebevoll altmodisch.

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