VERANSTALTUNGEN UND TERMINE : Legende zum Anfassen

Er war ein Berserker, Rebell und Melodramatiker, ein Chronist und Kritiker der Nachkriegsrepublik,

ein Schwuler, ein Mann,

der die Frauen liebte,

Hanna Schygulla, Ingrid Caven
und andere zu Stars machte. Als Fassbinder am 10. Juni 1982 mit 37 Jahren in München an einem Drogenmix starb, verlor der deutsche Film seinen kreativsten Kopf. Marco Kreuzpaintner will nun den ersten Kinofilm über ihn realisieren, Drehbeginn ist 2013.

Hands on Fassbinder
heißt die Reihe der Zeitschrift „Revolver“ und des Berliner Collegium Hungaricum über den Regisseur, Schauspieler, Produzenten und Theatermacher RFW: Einmal im Monat wird sein Werk thematisiert. Heute geht es im Collegium um Geschichtsbilder (u.a. mit dem Dokumentaristen Thomas Heise und dem Filmhistoriker Thomas Elsaesser, dessen RWF-Band bei Bertz + Fischer erschienen ist), am 14.7. um Politik. Das Zeughaus-Kino zeigt Filme dazu, die Reihe entstand mit der Fassbinder Foundation. Infos: www.handsonfassbinder.de.

Arte präsentiert bis Ende Juni eine Fassbinder-Reihe mit zwölf Filmen: am

Montag „Händler der vier

Jahreszeiten“, „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ und „Das kleine Chaos“. Am Mittwoch:

In einem Jahr mit 13 Monden
, RWFs ergreifendster,

kompromisslosester Film.

Am 18.6. Die Ehe der

Maria Braun
, am 20.6. Angst essen Seele auf.

München, wo der gebürtige Bayer auf dem Friedhof Bogenhausen beerdigt ist, zeigt eine Theaterwerkschau an mehreren Häusern und eine Ausstellung zu RWFs Bühnenarbeiten: Theatermuseum, bis 25.9.

– Eine weitere FassbinderGeschichte: Sonntag, S 3

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