Kultur : Verdi gegen Mozart: Streik an Theatern

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In deutschen Großstädten werden im Arbeitskampf des Öffentlichen Dienstes seit dem Wochenende auch Theater bestreikt. Beim Württembergischen Staatstheater in Stuttgart, beim Staatstheater in München und beim Hamburger Thalia- Theater hat das technische Personal die Arbeit niedergelegt. Auch in den kommenden Tagen ist geplant, Aufführungen oder Proben zu behindern. Verdi kündigte an, dass die Münchner Staatstheater bis zum 20. Februar bestreikt werden sollen. Am stärksten betroffen war das Württembergische Staatstheater. Hier streikten 80 Prozent des technischen Personals. 1400 Tickets für eine ausverkaufte Aufführung von „Figaros Hochzeit“ mussten zurückgegeben werden. Der Schaden, den niemand erstattet, liegt bei 40 000 Euro. Am Hamburger Thalia-Theater musste ebenfalls eine Vorstellung abgesagt werden. „Streik ist ein legitimes Mittel, für uns als Theater aber sehr schmerzhaft“, sagte Thalia-Intendant Ulrich Khuon. Die Gewerkschafter wollen weiterhin kurzfristig vor jeder Vorstellung entscheiden, ob sie streiken, um zu verhindern, dass das Theater Ersatzpersonal beschafft. dpa

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