• Verkaufsstart „Harry Potter und das verwunschene Kind“: Mit Zauberstab zur Buchpremiere

Verkaufsstart „Harry Potter und das verwunschene Kind“ : Mit Zauberstab zur Buchpremiere

Die achte Harry-Potter-Geschichte ist in der Nacht zu Samstag auf Deutsch erschienen.

Mitarbeiter des Kulturkaufhauses Dussmann verteilten in der Nacht zum Samstag den neuen Harry-Potter-Roman. Das Buch mit dem Titel "Harry Potter und das verwunschene Kind" ist seit Mitternacht erhältlich.
Mitarbeiter des Kulturkaufhauses Dussmann verteilten in der Nacht zum Samstag den neuen Harry-Potter-Roman. Das Buch mit dem Titel...Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magisches für Muggel um Mitternacht: Für den Verkauf der ersten Exemplare von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ öffneten Buchhandlungen teils schon in der Nacht - in der Hoffnung auf ungeduldige Fans. Der siebte und letzte Roman von Joanne K. Rowlings Reihe rund um Harry, Hermine und Ron war vor neun Jahren erschienen. Das neue Hogwarts-Abenteuer ist ein Skriptbuch zum Theaterstück, das seit dem 30. Juli in London aufgeführt wird.

In Deutschlands Harry-Potter-Zentrale beim Hamburger Carlsen Verlag kam Silvesterstimmung auf, als Verlagschefin Renate Herre um Mitternacht den ersten Bücherstapel enthüllte - mit Countdown im Goldkonfetti-Regen und unter dem Jubel der Fans. Zur Lesenacht hatte der Verlag mehr als 200 Gäste geladen, darunter viele Blogger, die als Hexen oder Zauberer gekommen waren. Als hätten sie wie Harry ihre persönlichen Briefe aus der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei erhalten, drückten Fans glücklich die neuen Bücher aus dem Potter-Universum an sich.

In Berlin drängten sich Fans im „Kulturkaufhaus Dussmann“

Die Nacht der Nächte feierte Carlsen ganz stilecht: vom „sprechenden Hut“, aus dem sich die Gäste ihre Hogwarts-Hauseinteilung zogen, über Vielsafttrank und Amortentia-Liebestrank bis hin zur Warnung vor der „Maulenden Myrte“ an der Toilettentür. Zur Einstimmung gab es ein Trimagisches Turnier, bei dem sich Vertreter der Häuser Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff und und Ravenclaw in Zaubersprüchen und im Tisch-Quidditch beweisen mussten. Der Sieger bekam nicht nur den Pokal, sondern später auch das erste Buchexemplar.

Auch etliche Buchhandlungen knipsten zur Geisterstunde das Licht an. In Berlin drängten sich gut 100 Fans des einstigen Zauberlehrlings im „Kulturkaufhaus Dussmann“, um zu den ersten zu gehören, die das neue Potter-Buch in den Händen halten können. Der echte Harry-Hype wollte jedoch nicht mehr aufkommen. Dennoch zeigte Dussmann-Pressesprecherin Bianca Krömer sich zufrieden mit dem nächtlichen Fan-Auftrieb. „Harry Potter verkauft sich immer, das geht jetzt durch bis Weihnachten.“

An der Buchhandlung Mayersche Droste an der Düsseldorfer Königsallee standen rund 50 Fans von Harry, Hermine und Ron Schlange, um das heiß ersehnte neue Buch zu kaufen.

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Harry Potter-Theaterstück feiert Weltpremiere in London
Harry Potter-Theaterstück feiert Weltpremiere in London

Die Schnee-Eule Hedwig brachte einem Geschwisterpaar in München pünktlich um Mitternacht die Fortsetzung von „Harry Potter“. Die siebenjährige Sarah und ihr kleiner Bruder Noah bekamen den Band mitten in der Nacht in ihren Garten geliefert - allerdings als E-Book auf Reader. Ein richtiges Buch wäre für die Eule zu schwer gewesen.

„Harry Potter auf Platz 1 aller Bestsellerlisten - noch nie zuvor hat das ein Theaterstück jemals geschafft“

Mit einer Startauflage von 800 000 Exemplaren hat Carlsen Harry und Co in die erste Runde geschickt. Ein Nachdruck von 100 000 weiteren Büchern sei in der Druckerei bereits in Arbeit, berichtete Verlagschefin Herre. Das englische Original „Harry Potter and the Cursed Child“ ist seit dem 31. Juli auch in Deutschland erhältlich und führte zwischenzeitlich hierzulande die Bestsellerlisten an. 

„Harry Potter auf Platz 1 aller Bestsellerlisten - noch nie zuvor hat das ein Theaterstück jemals geschafft“, sagte Herre. „Seit dem 31. Juli sind in den USA 4,5 Millionen Bücher verkauft worden, 1,2 Millionen in England und 700 000 E-Books weltweit.“ Carlsen sei der erste Verlag, der eine Übersetzung der neuen Geschichte herausbringe, berichtete die Verlagschefin.

Die beiden Übersetzer, Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt, hatten jeweils zwei Wochen Zeit für die Übersetzung. Das Buch habe ihn in vielerlei Hinsicht überrascht, sagte Fritz am Rande der Lesenacht. „Harrys Sohn entwickelt sich ganz anders als Harry selber denkt und freundet sich mit dem Sohn des Konkurenten Malfoy an“, erzählte Fritz, „und andere Überraschungen“. 

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ spielt 19 Jahre später. Harry ist inzwischen Angestellter des Zaubereiministeriums und dreifacher Vater. Während seine Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft Sohn Albus mit dem Vermächtnis seiner Familie. (dpa)

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