Vertrag vorfristig verlängert : Barrie Kosky bleibt bis 2022 Chef der Komischen Oper

Kurz vor seinem Abgang als Kultursenator hat Klaus Wowereit noch eine wichtige Personalie regeln können: Barrie Kosky, seit 2012 höchst erfolgreicher Intendant der Komischen Oper, wird bis 2022 in Berlin bleiben.

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Bleibt an Bord: Barrie Kosky hat seinen Vertrag an der Komischen Oper in Berlin bis 2022 verlängert. Der Australier arbeitet seit...Foto: dpa

Am Donnerstag beschloss der Stiftungsrat der Stiftung „Oper in Berlin“, den bislang bis 2017 geltenden Vertrag mit Barrie Kosky vorfristig um fünf Jahre zu verlängern. In höchsten Tönen lobte Bürgermeister Klaus Wowereit den 47-jährigen australischen Regisseur und Theatermann anschließend in einer Pressemitteilung : „Mit seiner lebendigen Spielplangestaltung hat Kosky Publikum und Fachöffentlichkeit gleichermaßen überzeugt. Steigende Zuschauerzahlen und nationale wie internationale Auszeichnungen sind der verdiente Lohn für eine großartige Arbeit. Kosky ist ein großer Gewinn für die Kulturmetropole Berlin.“

Seit dem Sommer 2012 leitete Kosky das Haus. „Die Komische Oper Berlin ist meine künstlerische Heimat, und die Menschen, mit denen ich in diesem grandiosen Labor für Musiktheater zusammenarbeite, sind meine künstlerische Familie“, sagte er. Unter dieser Leitung war die Komische Oper 2013 von der Zeitschrift Opernwelt zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt worden. Auch ist die Platzauslastung des Hauses seit Koskys Amtsantritt von 62,4 Prozent auf 78 Prozent gestiegen. In der Spielzeit 2013/14 zählte das Haus fast 215 000 Besucher.

Bei der Komischen Oper steht zum Beginn der neuen Saison wieder Koskys gefeierte Inszenierung der „Zauberflöte“ auf dem Programm, die im November 2012 Premiere hatte. Bei dem Opernabend werden Zeichentrickfilme mit den realen Darstellern auf der Leinwand verbunden - das brachte der Inszenierung im vergangenen Jahr die Auszeichnung für das „Bühnenbild des Jahres“ ein.

2017 wird der Australier neben seiner Verpflichtung in Berlin bei den Bayreuther Festspielen Wagners „Meistersinger“ inszenieren. (mit dpa)

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