Völkerkunde-Museum : Chirac eröffnet sein Museum

Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat mit der Eröffnung eines 235 Millionen Euro teuren Museums-Neubaus in Paris mit seinen Vorgängern Mitterand und Pompidou gleich gezogen.

Paris - Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hat am Dienstag in Paris den mit mehr als 235 Millionen Euro teuersten Museumsbau seiner Amtszeit eröffnet. Das nahe dem Eiffelturm gelegene architektonisch spektakulär gestaltete Museum für ethnische Kunst bietet 39.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Es vereint 300.000 Werke aus Afrika, Asien, Ozeanien, Nord- und Südamerika. Stararchitekt Jean Nouvel hat das von 178 Bäumen umgebene und auf 26 Pfeilern stehende Musée du Quai Branly entworfen. Es ist benannt nach der Straße, an der es liegt.

Zusammen mit Premierminister Dominique de Villepin und Kofi Annan, dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, besichtigte Chirac das neue Museum. Unter den rund 300 Ehrengästen befanden sich auch Rigoberta Menchú, Nobelpreisträgerin aus Guatemala, sowie Ex- Premierminister Lionel Jospin. Er hatte 1998 grünes Licht für das Prestige-Projekt der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich gegeben.

Chirac, dessen zwölfjährige Amtszeit in wenigen Monaten zu Ende geht, setzt sich mit diesem 235 Millionen Euro teuren Museum für ethnische Kunst ein kulturpolitisches Denkmal, ähnlich wie bereits seine Vorgänger Georges Pompidou mit dem Centre Pompidou und François Mitterrand, der verschwenderischste Bauherr im Elysée-Palast, mit der Pariser Nationalbibliothek. (tso/dpa)

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