Update

Volksbühne erinnert an Maria Kwiatkowsky : "Fröhlich, komisch, manchmal traurig"

"Fröhlich, komisch, manchmal traurig, laut und niemals still", so erinnert die Berliner Volksbühne an Maria Kwiatkowksy. Die Schauspielerin ist unerwartet gestorben. Mit nur 26 Jahren.

08.07.2011: "Fröhlich, komisch, manchmal traurig, laut und niemals still", so erinnert die Berliner Volksbühne an Maria Kwiatkowksy. Am Freitag wurde bekannt, dass die Schauspielerin bereits am 4. Juli unerwartet gestorben ist. Mit nur 26 Jahren. Diese Aufnahme zeigt sie Anfang Juli bei Dreharbeiten zum Kinofilm "Die Erfindung der Liebe" - also kurz vor ihrem Tod.Alle Bilder anzeigen
Foto: dpa
09.07.2011 16:1708.07.2011: "Fröhlich, komisch, manchmal traurig, laut und niemals still", so erinnert die Berliner Volksbühne an Maria...

Vor ein paar Tagen stand sie noch mit Mario Adorf vor der Kamera. Nun ist die Berliner Schauspielerin Maria Kwiatkowsky im Alter von 26 Jahren gestorben. Das teilte die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz am Freitag mit. Zur Todesursache gab es keine Angaben. „Ihr dynamisches und in ihrer Jugendlichkeit doch lebensweises Schauspiel hinterlässt eine gewaltige Lücke“, teilte das Theater mit. Kwiatkowsky ist demnach schon seit dem 4. Juli tot.
Die junge Frau gehörte seit dem vergangenen Jahr fest zum Ensemble, sie spielte auch in Kino- und Fernsehfilmen. 2010 erhielt sie die Goldene Kamera für die beste Nachwuchsschauspielerin.

Zu sehen war Kwiatkowsky in Krimiserien wie „Bloch“, „Kommissarin Lucas“ und „Kommissar Stolberg“. Am Wochenende hatte die Berlinerin noch in Nordrhein-Westfalen mit Mario Adorf vor der Kamera gestanden. Im Kinofilm „Die Erfindung der Liebe“ sollte sie die Rolle einer Schauspielstudentin bekleiden, die eine sterbenskranke Millionärin um ihr Vermögen bringen will.

Schon 2004 war Kwiatkowsky als Heimkind in dem Drama „En Garde“ zu sehen. Die Rolle brachte ihr den Preis für die beste weibliche Hauptrolle beim Internationalen Filmfestival Locarno ein. Die Zeitschrift „Theater heute“ kürte sie im vergangenen Jahr zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres.
In der Volksbühne spielte Kwiatkowsky in den Inszenierungen „Nach Moskau! Nach Moskau!“ und „Der Kaufmann von Berlin“ in der Regie von Frank Castorf. Gearbeitet habe sie auch mit Werner Schroeter, Andrij Zholdak, Sebastian Baumgarten und Ivan Panteleev. „Mit Maria Kwiatkowsky verliert nicht nur die Volksbühne ein außergewöhnliches Talent“, teilte das Haus mit.

Kwiatkowsky war 2006 zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, weil sie aus Frust eine Kita angezündet hatte. Mit einem Feuerzeug zündete sie das Gebäude in Prenzlauer Berg an zehn verschiedenen Stellen an. Mehrere Räume brannten vollständig aus. 160 Kinder mussten auf umliegende Einrichtungen verteilt werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 450 000 Euro. Ein psychiatrischer Gutachter beschrieb die Frau damals als eine „emotional instabile Persönlichkeit“.(Tsp/dpa)

20 Kommentare

Neuester Kommentar