Kultur : Volksbühne: „Scheitern ist Chance“

Die Berliner Volksbühne hat auf Berichte über die bevorstehende Sanierung des Hauses (Tagesspiegel vom 20. 11.) mit einem Statement zur künstlerischen Krise des Teams um Intendant Frank Castorf reagiert. Hausintern werde diese Problematik derzeit „reflektiert, diskutiert und bearbeitet“, heißt es darin. Die 1992 begonnene Erfolgsphase der Bühne habe außerdem dazu geführt, dass Castorfs Stil inzwischen den deutschsprachigen Kulturraum dominiere. „Zu einem Zeitpunkt, an dem die Theaterlandschaft landauf, landab volksbühnisiert zu sein scheint, ist es notwendig, sich neu zu erfinden.“ Diese „Herausforderung“ sei aber nicht innerhalb einer Saison zu bewerkstelligen. „Wie auch immer dieser Prozess ausgehen wird, hat Christoph Schlingensiefs Slogan ,Scheitern als Chance!’ uns eingeschworen, dass wir die Chance haben, die wir jetzt nutzen.“ Am heutigen Samstag steht im Roten Salon der Volksbühne übrigens die Lyrik-Performance „Pillen gegen den Dornröschenschlaf“ auf dem Programm. F. H.

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