Kultur : Vollversammlung gegen weitere Verschiebung

Das Deutsche Theater in Berlin befürchtet eine weitere Verschiebung des Umbaus der Kammerspiele. In einer außerordentlichen Vollversammlung forderte das Ensemble die Kultur- und Senatsverwaltung deshalb auf, zu dem geplanten Wiedereröffnungstermin am 16. Februar 2000 zu stehen. Eine neuerliche Verschiebung des Umbaus bedeute für das Haus einen nicht wieder gut zu machenden finanziellen und künstlerischen Schaden. Die künstlerische Leitung unter Thomas Langhoff sehe sich an das Projekt der "neuen" Kammerspiele gebunden. Eine erneute Unterbrechung käme einem Abbruch des bereits bestehenden Weges gleich. Der Umbau der Kammerspiele war bereits von der Sommerpause 1999 auf Januar 2000 verlegt worden. Eine neuerliche Verzögerung könnte sich bis zum Sommer ziehen. Wegen Überziehung des laufenden Etats hatte die Kulturverwaltung im Sommer eine Haushaltssperre verhängt. In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass der Umbau mit 500 000 Mark durch den "Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Theaters" vorfinanziert sei. Genehmigungen für die Bauarbeiten hätten sowohl der Kultur- als auch der Bausenator gegeben.

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