VON EIGENEN AUTOREN : VON EIGENEN AUTOREN

Elke Windisch:

Zentralasien. Politische Reportagen. Dagyeli Verlag, Berlin 2010. 298 Seiten, 18,80 Euro.

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich die Russland-Korrespondentin des Tagesspiegels mit den zentralasiatischen Ländern. Elke Windisch hat für ARD und Arte Dokumentarfilme über Georgien, Dagestan und Usbekistan gedreht. Nun legt sie einen Band mit Reportagen aus Afghanistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan vor. Sie porträtiert die Menschen, die ihr dort über den Weg laufen, usbekische Handwerkerinnen, den berüchtigten afghanischen Mudschaheddin-Führer Gulbuddin Hekmatyar, den aus Tschetscheniens Hauptstadt Grosny geflohenen Aslan. Sie schildert daneben aber auch den geopolitischen Kampf um eine Region, in der sich nicht nur die Russen und Amerikaner engagieren, sondern längst auch die Europäer und Chinesen. „Momentan hat Russland bei dem Gerangel die Nase vorn“, schreibt Windisch. „Zumal die USA auf Moskaus Interessen in Zentralasien Rücksicht nehmen müssen, weil sie russische Hilfe in Afghanistan dringender denn je brauchen.“ Tsp

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