Von Herbert Fritsch bis Milo Rau : Theatertreffen-Auswahl steht fest

Die Auswahl für das 54. Theatertreffen in Berlin steht fest. Zu den „bemerkenswertesten“ Produktionen der Saison gehören laut Jury Inszenierungen von Johan Simons, Herbert Fritsch und Milo Rau.

Das Volksbühnen-Stück "Pfusch" von Herbert Fritsch gehört zur Auswahl des Theatertreffens.
Das Volksbühnen-Stück "Pfusch" von Herbert Fritsch gehört zur Auswahl des Theatertreffens.Foto: Thomas Aurin / Volksbühne

Die Auswahl für das 54. Berliner Theatertreffen steht. Die Jury wählte die zehn „bemerkenswertesten“ Produktionen der Saison für das Festival vom 5. bis 21. Mai aus. Dazu gehören sechs Inszenierungen aus Deutschland, zwei Inszenierungen aus der Schweiz und zwei internationale Koproduktionen, wie die mit Theaterkritikern besetzte Jury am Dienstag bekanntgab. Regisseure wie Johan Simons, Herbert Fritsch, Ersan Mondtag, Simon Stone und Milo Rau werden ihre Arbeiten bei dem Berliner Festival zeigen.

„Die nachrückende Theatergeneration setzt in der Auswahl des diesjährigen Theatertreffens starke Zeichen, die nicht immer aus den Metropolen des deutschsprachigen Theaterraums stammen“, erklärte Theatertreffen-Leiterin Yvonne Büdenhölzer. Neben den internationalen Kooperationen, die in Deutschland ihr Produktionszentrum hatten, zeige auch das deutschsprachige Stadttheater, wie modern und ästhetisch vielfältig es produziere.

„Von Romanadaptionen bis großen Dramen, originellen Bild-Welten und musikalischen Abenteuern verleibt es sich alles ein, was unsere Gegenwart herausfordert, beschreibt und reflektiert“, so Büdenhölzer. Johan Simons zeigt seine Interpretation von Theodors Storm „Der Schimmelreiter“ (Thalia Theater Hamburg). Regisseur Ulrich Rasche wurde mit seiner Inszenierung von Schillers „Die Räuber“ (Residenztheater München) eingeladen.

„Real Magic“ kommt nach Berlin

Herbert Fritsch zeigt sein Stück „Pfusch“ (Volksbühne Berlin), Claudia Bauer die Inszenierung „89/90“ (Schauspiel Leipzig) nach dem Roman von Peter Richter. Kay Voges ist mit seinem Werk „Die Borderline Prozession - Ein Loop um das, was uns trennt“ (Schauspiel Dortmund) dabei, Thom Luz mit seinem Stück „Traurige Zauberer“ (Staatstheater Mainz). Regisseur Ersan Mondtag bringt sein gemeinsam mit Olga Bach erarbeitetes Stück „Die Vernichtung“ (Konzert Theater Bern) auf die Bühne. Simon Stone zeigt seine Version von Tschechows Klassiker „Drei Schwestern“ (Theater Basel).

Der Schweizer Regisseur Milo Rau ist mit seiner internationalen Koproduktion „Five Easy Pieces“ vertreten. Die britische Künstlergruppe Forced Entertainment um Tim Etchells schickt die ebenfalls mit vielen Partnern in aller Welt entstandene Produktion „Real Magic“ nach Berlin. (dpa)

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