Kultur : Von Susanna Nieder:

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TAGESTIPP

Edi ist einer, der sich nicht wehren kann. Vielleicht will er auch gar nicht. Was ihm angetan wird, das nimmt er hin, da mag sich sein Freund Jurek noch so sehr die Haare raufen. Die beiden leben ein kleines, mühsames, aber wie Edi sagt: ihr eigenes Leben. Sie sind Schrottsammler, brauchen nicht viel, haben noch weniger. Edi ist ein wunderbar fotografierter, ruhiger Film aus Polen, der um das zerfurchte Gesicht seiner Hauptfigur kreisend eine unsentimentale, gelegentlich auch komische Geschichte von Menschenliebe erzählt – einer Liebe, die aus dem scheinbar Erniedrigten einen Menschen mit unantastbarer Würde macht.

(Forum, Babylon, 15 Uhr).

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