Kultur : Vorabschelte: Houellebecqs neuer Roman

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Sperrfristen werden bei der Rezension von Büchern immer häufiger unterlaufen. So hat auch Angelo Rinaldi im „Figaro“ vom 18. August einen Roman rezensiert (und vernichtet), der erst am 31. August erscheint. Michel Houellebecqs „La Possibilité d’une île“ (Die Möglichkeit einer Insel), ein ScienceFiction-Opus über Sex, Genetik und Religion, gilt als der heißeste Titel im französischen Bücherherbst. Aus Angst vor übereifrigen Kritikern hat der Verlag Lagardère die Fahnen vorab erst gar nicht kursieren lassen. Rinaldi behauptet nun, womöglich sei sein Exemplar beim Transport des künftigen Bestsellers in die Buchläden von einem Lkw gefallen. So viel Geheimniskrämerei hat es in Deutschland, wo der Roman schon am 27. August bei DuMont erscheint, nicht gegeben. Für einen kleinen Sperrfristenskandal bleibt trotzdem noch Zeit. Tsp

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